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Fachanwaltsurkunde Fachanwalt für Erbrecht


Was bedeutet Fachanwalt für Erbrecht?

Unsere Philosophie zur Thematik Erbrecht

Vorwort:

Das Erbrecht ist eine heikle Angelegenheit: Wir denkt zu Lebzeiten ohne Not schon gern an das Ableben
(= Juristensprache für Tod) und wer macht sich schon gern Gedanken über sein Leben nach dem Tod eines nahen Angehörigen?

In Deutschland ist der Prozentsatz der Menschen, die sich mit ihrem Ableben u.a. mit der Errichtung eines Testaments befassen, im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn sehr niedrig. Wir scheinen da ein wenig feige oder verdrängend zu sein.

Aber es hilft ja nichts! Bislang hat es ja doch noch niemand geschafft, aktiv oder passiv, sich an dieser Materie vorbeizuschummeln. Gestorben wird immer.

Im Erbrecht befasse ich mich umfassend mit allen anstehenden Rechtsfragen, aber auch mit praktischen Problemen wie zum Beispiel der Erbenermittlung und Auseinandersetzung unter den Miterben. Hierzu gehört auch die Bearbeitung steuerlicher Fragen wie zum Beispiel die Bearbeitung von Erbschaftssteuererklärungen. Die anstehenden Verhandlungen mit Banken, Behörden, Gerichten und Finanzämtern können wunschgemäß für Sie übernommen werden.

Kurzer Überblick:

Testament und Erbvertrag

Bei der konkreten Ausgestaltung eines Testaments oder Erbvertrags und später beim Eintritt eines Erbfalls ist eine Fülle von Fragen zu klären, die häufig aber erst zu einem verspäteten Zeitpunkt in das Bewusstsein von Betroffenen rücken. Die folgende Liste ist bei weitem nicht vollständig, verdeutlicht aber die Notwendigkeit einer frühzeitigen Vergewisserung, alles Erdenkliche getan und alle Eventualitäten berücksichtigt zu haben. Dies gilt für Erblasser wie Erben, Erbgemeinschaften, aber auch für potentiell Benachteiligte (wie etwa Enterbte, um das Pflichtteil gebrachte Berechtigte, Gläubiger des Erblassers).

  • Existiert ein gültiges Testament und/oder ein gültiger Erbvertrag?
  • Hat die letztwillige Verfügung einen gesetzlich zulässigen Inhalt?
  • Gibt es Widersprüche zwischen Testament und Erbvertrag?
  • Welche Möglichkeiten bestehen zur Erklärung einer Erbausschlagung?
  • Welche Fristen gibt es bei der Ausschlagung zu beachten?
  • Kann eine Ausschlagung angefochten werden?
  • Wie und unter welchen Voraussetzungen können letztwillige Verfügungen angefochten werden?
  • Welche Haftung gehen die Erben ein?
  • Welche Möglichkeiten der Haftungsbeschränkung können Erben wahrnehmen?
  • Hat der Erblasser versucht den Pflichtteil eines in der gesetzlichen Erbfolge Berechtigten unzulässig zu beschränken?
  • Existiert nur ein Alleinerbe oder werden mehrere Personen (Erbengemeinschaft) begünstigt ?
  • Welche Rechtsfolgen haben diese beiden Alternativen hinsichtlich Verwaltung, Aufteilung und Verfügbarkeit der Erbmasse?
  • Wie bemisst sich die anfallende Erbschaftsteuer?
  • Wie stellen sich Schenkungen zu Lebzeiten nach Eintritt des Erbfalls dar?
  • In welcher Form werden Interessen von Gläubigern des Erblassers berücksichtigt und wie können diese begrenzt werden?
  • Wer soll das Testament vollstrecken? Ist hierfür seitens des Erblassers Vorkehrung getroffen worden?

Was muss ein Erbe beachten?

Die Rechtsfolgen für Erben sind grundsätzlich umfassend. Mann tritt ein Erbe nicht an, sondern wird als Rechtsnachfolger durch den Tod des Erblassers automatisch Erbe mit sämtlichen Rechten und Pflichten.

In der Rechtspraxis passiert es oft, dass es zu vermeidbaren und auch gar nicht beabsichtigten Interessensgegensätzen kommt. Diese sind geeignet, erhebliche Belastungen bei den die Beteiligten hervorzurufen. Insbesondere bei Erbengemeinschaften können Konflikte schnell eskalieren, u.a. da vom Gesetzgeber eine nicht leicht zu bewerkstelligende einvernehmliche Verwaltung des Erbes von dieser Erbengemeinschaft gefordert wird. Wie auch im Familienrecht ist es aber bei frühzeitiger Auslotung von Handlungsspielräumen möglich, Interessenskollisionen vor Gericht auf ein Minimum zu reduzieren.

Und frühzeitig bedeutet, dass schon bei Abfassung des Testaments oder Erbvertrags der Rat eines fachkundigen und engagierten Rechtsanwalts viel Stress vermeiden helfen kann. Gelegentlich kann bereits die Aufklärung über juristische Fallstricke völlig unbeabsichtigte Rechtsfolgen im Keim ersticken, die etwa durch missverständliche oder naiv vorgenommene letzte Willenserklärungen hervorgerufen werden würden. Die Begehung von Fehlern ist nur allzu menschlich und in einem komplexen Gebiet wie dem Erbrecht an der Tagesordnung. Sie ist auch für den Experten eine regelmäßig wiederkehrende Herausforderung, die es gemeinsam zwischen Rechtsanwalt und Mandant zu meistern gilt.

Tipp:

Soweit Sie eine Familienrechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese in der Regel nach dem Ableben Ihres Angehörigen die Kosten einer Erstberatung. Sie sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, auch um sich erst einmal zu orientieren, da Sie sicherlich nach dem tragischen Ereignis den Kopf "woanders" haben.


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